Projekt im Überblick
Für das Albert Einstein Discovery Center in Ulm haben wir ein Umgebungsmodell gebaut, das den Entwurf von Daniel Libeskind nicht isoliert zeigt, sondern in seiner tatsächlichen städtebaulichen Spannung: zwischen Neutorbrücke, Gleisfeld, Straßenraum, Topografie und Bestandsvolumen. Gerade bei einer Architektur, die als neues Wahrzeichen gedacht ist, entscheidet der Kontext darüber, ob Form, Maßstab und Wirkung wirklich verständlich werden.
Das Projekt selbst ist als öffentliches Discovery Center in Einsteins Geburtsstadt gedacht. Laut Projektträger soll es Einstein als Person, seine wissenschaftlichen Leistungen, sein gesellschaftliches Wirken und Zukunftsthemen in einem interaktiven Science-Center-Format vermitteln. Studio Libeskind beschreibt den Entwurf als räumlich-dynamische Architektur, die sich auf Einsteins Theorien und die Geometrie eines „Saddle Point“ bezieht.
Auch städtebaulich ist das Projekt außergewöhnlich: Die Stadt Ulm nannte 2023 das alte SWU-Gebäude K1 an der Kreuzung Neutorstraße/Karlstraße als wahrscheinlichen Standort; eine Bebauung vor 2029 sei damals nicht möglich gewesen, weil das Grundstück zuvor nicht verfügbar war. Studio Libeskind führt den Neubau am früheren SWU-Standort mit rund 7.800 m² Bruttogeschossfläche auf fünf Ebenen und einer maximalen Höhe von 50 Metern.
Genau hier liegt die Stärke des Modells: Es zeigt nicht nur einen Solitär, sondern eine ganze urbane Situation. Brückenbauwerk, Bahninfrastruktur, Freiräume, Baumreihen und die Umgebungskubatur bilden zusammen die Bühne, auf der die spätere Architektur ihre Wirkung entfaltet. So wird ein komplexer Entwurf diskutierbar — für Präsentation, Abstimmung, Öffentlichkeit und Entscheidung.
Galerie
Planen Sie ein Kultur-, Museums- oder Infrastrukturprojekt und müssen komplexe Stadträume verständlich machen?
Wir bauen Umgebungsmodelle für Wettbewerb, Projektkommunikation und Präsentation — vom präzisen Solitär bis zum großmaßstäblichen Stadtkontext. Wenn Brücken, Bahninfrastruktur, Freiraum und Architektur zusammen lesbar werden müssen, entsteht aus Plänen und 3D-Daten eine belastbare Modellgrundlage für Abstimmung und Entscheidung.
Weitere Umgebungsmodelle im städtebaulichen Kontext
Mini-FAQ
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→ Warum ist ein Umgebungsmodell bei einem Museums- oder Kulturbau so wichtig?
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Weil die Wirkung solcher Gebäude fast nie nur aus dem Baukörper selbst entsteht. Erst im Zusammenspiel mit Stadtraum, Verkehrsführung, Freiflächen und Nachbarschaft wird sichtbar, wie ein Entwurf tatsächlich funktioniert.
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→ Wie viel Kontext sollte ein städtebauliches Modell zeigen?
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So viel wie nötig, um Orientierung, Maßstab und Wirkung verständlich zu machen. Bei innerstädtischen Projekten mit Brücken, Bahninfrastruktur oder topografischen Kanten ist der Kontext oft entscheidend — nicht Beiwerk.
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→ Was muss ein Modell bei ikonischer Architektur leisten?
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Es darf die Architektur nicht „wegabstrahieren“, muss sie aber in einen lesbaren Zusammenhang stellen. Gute Umgebungsmodelle zeigen deshalb gleichzeitig Solitär, Stadtkante, Blickbeziehungen und Funktionsräume.
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→ Eignet sich so ein Modell auch für öffentliche Kommunikation?
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Ja. Gerade bei Projekten mit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit helfen physische Modelle, komplexe Situationen schnell und verständlich zu erklären — intern, politisch und in der Öffentlichkeit.



